TIPS für Thailand-Reisende:

Sicherlich wollen und werden wir hier nicht mit erhobenem Finger Vorträge darüber halten, wie man sich als Besucher in Thailand zu benehmen hat – denn...
a) ist das definitiv nicht unser Ding, und...
b) gehen auch hier die Meinungen in vielen Punkten auseinander.

Doch nicht jeder Reisende verfügt automatisch über Erfahrung in der Region Südostasien. Nicht jeder weiß, was er im Vorfeld und vor Ort machen kann oder sollte – und was er andererseits besser bleiben lassen sollte.
Daher halten wir es für angebracht, zumindest die wichtigsten vermeidbaren Risiken und Fettnäpfe in Verbindung mit sinnvollen Informationen – in kompakter Form – hier als unverbindliche "Tips" vorzustellen.

Vor der Reise:

Krankenversicherung:

Kümmere Dich um das Thema "Krankenversicherung im nichteuropäischen Ausland" (...besonders im Falle einer Notoperation)!! Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung ist sicherlich nicht die schlechteste Wahl.

Impfungen, Malaria und Reiseapotheke:

Ich verweise einfach mal ganz dreist auf unsere Seite
"Gesundheit und Vorsorge"...

Führerschein:

Wer vor Ort gern Motorrad oder Auto fahren möchte, der benötigt einen internationalen Führerschein (...oder eben einen thailändischen Führerschein). Allerdings raten wir jedem, der nicht mit der "unkonventionellen" Fahrweise der Thais vertraut ist davon ab, sich hier einen fahrbaren Untersatz zu mieten.

Gepäck:

Wer nicht gerade eine einsame Tracking-Tour durch Thailands Wildnis macht, der sollte auf viele Kleidungsstücke verzichten, denn 1. gibt es selbst in kleineren Städten an jeder Ecke superpreiswerte Wäschereien und 2. sind Kleidungsstücke (...besonders T-shirts) in Thailand auch kein großer Kostenfaktor. Allerdings sind Übergrößen – ausser in den Touristenzentren – sehr selten zu bekommen.

Stromadapter:

Thailand arbeitet mit einer Stromspannung von 230V, einer Frequenz von 50 Hz und benutzt Stecker nach amerikanischer Norm.
Im Klartext: In Toristengegenden sind Steckdosen kein Problem, und falls wider erwarten doch – Universal-Adapter gibts in jedem Supermarkt und jedem Kramladen. Auf dem Land ist das komplizierter und unsicherer, daher ist die Mitnahme eines Adapters keine falsche Entscheidung.

Zahlungsmittel:

Unproblematische Angelegenheit... siehe auch unsere Seite zum Thema "Währung und Umtausch in Thailand".

Einreise und Visa:

Einreisebestimmungen:

Bürger folgender Länder dürfen sich als Touristen bis zu 30 Tagen ohne Visum in Thailand aufhalten:
Australien, Bahrain, Belgien, Brasilien, Brunei, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechland, Hong Kong, Indonesien, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Katar, Korea (Süd), Kuwait, Luxemburg, Malaysia, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Peru, Philippinen, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Südafrika, Türkei, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Vereinigte Staaten von Amerika, Vereinigte Arabische Emirate und Vietnam.

Deutsche Staatsangehörige, die mit Kindern nach Thailand reisen wollen, müssen beachten, dass eine Einreise mit einem Kinderausweis nach Thailand nicht möglich ist.
Entsprechend den Einreisebestimmungen nach dem thailändischen Immigrationsrecht vom Jahr 1979 Art. 12 benötigen Reisende einen Reisepass oder ein Reisedokument, das nach diesem Recht als vollwertiger Reisepassersatz anerkannt ist. Da ein deutscher Kinderausweis nach dem thailändischen Immigrationsrecht nicht als ein Reisepass oder ein vollwertiger Reisepassersatz anerkannt werden kann, ist die Einreise von Kindern nur mit einem eigenen EU- oder vorläufigen Reisepass möglich, dessen verbleibende Gültigkeitsdauer bei Einreise mindestens sechs Monate betragen muss.
Im Fall der Nichtbeachtung dieser Bestimmungen wird die Einreise verweigert, und die Betroffenen müssen die sofortige Rück- oder Weiterreise antreten.

Ferner benötigen Reisende für die Einreise nach Thailand neben einem gültigen Reisepass ein bestätigtes Weiter- oder Rückreiseticket.

Inhaber eines Stand-by-Tickets sind immer visapflichtig.

Es wird darauf hingewiesen, auf das Datum der Einreise und der Ausreise, die das Immigration Office bei der Ankunft in Thailand in den Reisepass eingetragen hat, zu achten. Illegale Einreise und verspätete Ausreise sind strafbar und können mit Geldstrafe und Freiheitsentzug geahndet werden.
(Quelle der obigen Angaben zum Thema Einreise:
thai-generalkonsulat-frankfurt)

Visatypen:

1. Wie lange darf man sich mit welchem Visum in Thailand aufhalten?

2. Wo – und zu welchen Konditionen – bekommt man die unterschiedlichen Visa, und wie oft darf man sie verlängern?

3. Was hat es mit der berühmten Jahresaufenthaltsgenehmigung auf sich, und wer bekommt die?

Wer sich mit den thailändischen Visabestimmungen auseinandersetzen möchte oder muss, der wird schnell merken, dass es sich hier um ein extrem komplexes Thema handelt, dass viele Fragen aufwirft, und zahlreiche Überraschungen bereit hält.
Auf unserer Seite "Visabestimmungen in Thailand" bieten wir einen kompakten Überblick über die einzelnen Möglichkeiten.

Zollvorschriften:

Besondere Zollvorschriften über die Ein-und Ausfuhr von Devisen und Produkten nach bzw. aus Thailand können beim
Auswärtigen Amt nachgelesen werden.
Dazu passt dann noch ganz gut der folgende Bericht aus
www.welt.de.

Kommunikation und Information:

Sprache:

Deutsch ist keine Sprache, mit der man in Thailand über die Runden kommt. Einige deutsche oder schweizer Restaurants in den Touristenzentren mögen da die Ausnahme bilden; ansonsten sieht es ohne Englischkenntnisse finster aus – was wiederum nicht heißen soll, dass man überall in Thailand mit Englisch zurecht kommt.
Wer in ländliche Regionen ausserhalb der Touristenzentren reist, der wird ohne Kenntnisse der thailändischen Sprache (...oder einen Begleiter, welcher der Sprache mächtig ist) kaum zurecht kommen.
In touristisch erschlossenen Regionen (Bangkok, Chiang Mai, Ko Samui, Pattaya, Phuket, etc...) sieht das zwar anders aus, trotzdem muss man auch hier davon ausgehen, dass der Großteil der Bevölkerung der englischen Sprache nicht mächtig ist. Allerdings beherrscht fast jeder – der in irgendeiner Form mit Touristen zu tun hat – ein paar rudimentäre Grundbegriffe in englisch (...die nicht immer einfach zu verstehen sind).
Mit etwas gutem Willen und Improvisationstalent ("Hände und Füße") kommt man in der Regel über die Runden. Ein gutes Reisewörtertaschenbuch sollte unabhängig davon im Gepäck stecken.
In Hotels, Restaurants und Fachgeschäften der gehoben Klasse gibt es kaum Probleme in Sachen Kommunikation. Auch mit den Mädchen in den Bars kann man in der Regel einen lockeren Smaltalk führen. Komplizierter gestalten sich Gespräche dagegen oft mit Taxifahrern, Verkäufern auf Märkten und in einheimischen "Tante Emma" Läden.
Freundlichkeit und guter Wille können hier oft Wunder wirken. Arroganz und Ungeduld bewirken das Gegenteil von dem was man sich erhofft, und bringen in keinem Fall einen Vorteil.
Wer etwas über die thailändische Sprache an sich erfahren möchte, der sollte unsere Seite zu diesem Thema besuchen.

Medien / Telekommunikation:

Deutsche Welle TV (DW-TV Asien) ist das einzige in Thailand über das TV Netz empfangbare deutschsprachige TV Programm.

Deutschsprachige Printmedien existieren ebenfalls in Thailand.

Telefonieren nach, aus und in Thailand – ist ein recht komplexes Thema, dem wir daher auch eine eigene Seite widmen.
Separat dazu gibts dann noch die Seite mit den Festnetz-Vorwahlnummern in Thailand.

Nummern für den Notfall:

Für Thailand-Reisende ist bei Notfällen jeglicher Art die
Touristen-Polizei sicherlich der geeignetere Ansprechpartner als die reguläre Polizei.

Hier gelangt man zu einer Adressliste der deutschen, österreichischen und schweizer Botschaften und Konsulate in Thailand.
Natürlich haben wir auch eine Adressliste der thailändischen Botschaften und Konsulate in Deutschland, Österreich und der Schweiz parat.

Eine aufwendige Liste mit Ärzten und Krankenhäusern in ganz Thailand, findet man auf den Seiten der Deutschen Botschaft in Bangkok. Sie steht dort als kostenloser PDF-Download zur Verfügung.

Nützlich sind auch die allgemeinen Ratschläge auf der Seite
"Hilfe in Notfällen", (...ebenfalls Deutsche Botschaft in Bankok).

Prostitution, Sex und wahre? Liebe:

Ein umstrittenes Thema, das auf ganzer Linie polarisiert, und das durch die maßlosen Übertreibungen der Sensationsmedien in bestimmten Regionen Thailands leider viel Schaden angerichtet hat.
Wir haben versucht, das ganze etwas anders anzugehen. Wenn es Dich interessieren sollte, dann beam Dich einfach zu den Tips und Infos auf unserer Sonderseite "Prostitution, Sex und wahre? Liebe".

"Fettnäpfe" und Tabus:

Wer sich mit den südostasiatischen Umgangsformen nicht auskennt, der kann in Thailand schnell zum "Elefant im Porzellanladen werden" – und zwar ohne es zu wollen. Europäische Umgangsformen sind leider nur bedingt kompatibel mit den thailändischen. Ein Blick auf unsere Sonderseite "DO & DON'T – Umgangsformen" könnte daher von Nutzen sein.

Vorsicht... Alarmstufe Rot!

Drogen:

Liebhabern von Cannabis-Produkten – oder härteren Substanzen – kann man nur dringend empfehlen, für die Dauer Ihres Thailand-Aufenthaltes auf bewusstseinserweiternde Zusätze zu verzichten, und die Finger von jeglicher Art von Drogen – Alkohol mal ausgeschlossen – zu lassen.
Denn wie überall in Südostasien, ist Drogenkonsum in Thailand ein Vergehen, bei dem man mit drastischen Strafen rechnen muss.
Dabei ist es im Grunde völlig wurscht, ob man nun mit Pillen, Cannabis oder einem der weißen Pülverchen angetroffen wird. Feine Unterscheidungen – wie in Europa – zwischen soften Drogen und hartem Stoff gibt es hier nicht!
Während in verschiedenen Ländern Europas das Rauchen eines Joints inzwischen mehr oder weniger als Kavaliersdelikt betrachtet wird, wird man hier (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) dafür in den Knast wandern.
Die Statistiken bestätigen das nur: Über 60% der Ausländer, die in thailändischen Gefängnissen sitzen, wurden wegen Drogenhandel- oder Konsum dazu verdonnert.
Auch Liz Luxen, die auf Samui einen Notservice für Ausländer betreibt, weiß über Probleme dieser Art zu berichten – wie z.B. in diesen Berichten des Farang Magazins:
Kleiner Joint mit grosser Wirkung.
Hochzeitsreise endet auf Phangan im Knast

Majestätsbeleidigung:

Majestätsbeleidigungen sind nach thailändischem Strafgesetzbuch ein schweres Vergehen, das mit knallharten Strafen geahndet wird (...wobei die Grenzen zwischen den Begriffen "mangelnder Respekt" und "Majestätsbeleidigung" fließend sind).
Natürlich gilt dieses Gesetz auch für Ausländer, die sich kurz- oder langfristig in Thailand aufhalten. Diese Erfahrung musste im Dezember 2006 der Schweizer Oliver Jufes machen. Nachdem er in stark alkoholisiertem Zustand mehrere Portraits des Königs beschmiert hatte, verurteilte ihn ein Gericht im März 2007 zu 10 Jahren Gefängnis. Letztendlich hatte er großes Glück: Bereits ca. 14 Tage später wurde er vom König persönlich begnadigt, entlassen – und unmittelbar des Landes verwiesen.
Die bekannte Website YouTube wurde kurzfristig von der thailändischen Regierung gesperrt, nachdem dort Videos aufgetaucht waren, die sich über den König lustig machten.
Im übrigen ist es auch Majestätsbeleidigung, auf eine herab gefallene Münze oder einen Geldschein zu treten, denn schließlich werden diese vom Antlitz des Königs geschmückt. Der Tritt auf das Geld ist in symbolischen Sinne also auch ein Tritt auf den Kopf des Königs (... das ist übrigens kein Scherz, und kann in diversen Reiseführern nachgelesen werden).

Vermeidbare Nervereien:

Langfinger:

Nicht mit auffälligem Gold-Schmuck und Edel-Designertaschen behängt und "aufgetakelt" durch die Touristenorte marschieren. Es gibt genug Langfinger in den Touristenzentren, die sich speziell auf dieses Erscheinungsbild spezialisiert haben. Erscheine am besten "durchschnittlich" – auch wenn Du das nicht bist.

Besuch von "Vergnügungsstätten":

Discotheken- und Nightclub-Besuche sind in Thailand für junge Menschen unter 20 Jahren verboten.
Leider sind auch ausländische Urlauber davon betroffen, denn sie unterstehen ja während ihres Urlaubs der thailändischen Gesetzgebung. Im Falle einer Razzia mit Ausweiskontrolle, müssen junge Europäer – die sich nicht an dieses Gesetz halten – damit rechnen, die Beamten auf die Wache begleiten zu dürfen, um dort ordentlich zur Kasse gebeten zu werden.

Rauchen / Trinken:

Sowohl in Restaurants, Bars, Pubs und Diskotheken als auch an öffentlichen Einrichtungen und Orten herrscht seit dem 17. Februar 2008 ein totales Rauchverbot. Verstöße dagegen werden – bei Ertappen auf frischer Tat – mit etwa 2.000,- Baht geahndet (Raucher). Gastwirte, die das Rauchen tolerieren, sollen angeblich mit 20.000,- Baht zur Kasse gebeten werden.
In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass 2005 vom Gesundheitsministerium ein Gesetz aus dem Jahre 1972 über den beschränkten Verkauf von Alkohol zum "Schutz der Jugend" aus dem Schrank geholt wurde.
Dank dieses Gesetzes, ist der Verkauf von Alkohol in allen Geschäften sowie Kinozentren und einigen Entertainmentbetrieben nur noch von 11:00 bis 14:00 Uhr und von 17:00 bis 0:00 Uhr erlaubt.
Ausserdem ist der Verkauf von Alkohol an Tankstellen vollständig verboten.

Da Thais aber Weltmeister im Austricksen von Regeln sind, hat man natürlich innerhalb kürzester Zeit kreative Lösungen entwickelt, mit denen sich die eher unbequemen Themen Rauchverbot und eingeschränkter Alkoholkonsum einigermassen umgehen lassen:

Leihmotorräder- und Wagen:

An den Hauptstraßen der meisten Touristenzentren werden gern PS-starke Geschosse an Motorsport-begeisterte Touristen vermietet.
Verschwiegen wird dabei gern folgendes: Versicherungen bieten nur die größeren Firmen (...z.B. Budget oder Avis) an. Bei den meisten anderen Verleihern gilt die unschöne Regelung, dass der Mieter für Pannen oder Beschädigungen des Fahrzeugs sowie für verursachte Schäden – während der Mietzeit – selbst gerade stehen darf!
Und nicht selten werden bei Rückgabe des Fahrzeugs Beschädigungen angemeckert, die schon vorher vorhanden waren.
Auch hier ein Link zu einem Artikel im Farang Magazin, der erneut auf Schilderungen von Frau Luxen beruht.
Und auch spiegel-online weiß einiges zu dem Thema zu berichten.

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