Nordost-Thailand (...auch Isaan genannt) bedeckt eine Fläche von etwa 160.000 qkm und liegt auf der Korat-Hochebene – das heisst, im Norden und Osten grenzt sie an den Mekong, im Süden an Kambodscha. Im Westen grenzt das Phetchabun-Gebirge den Isaan von Nord- und Zentralthailand ab.
Extreme Trockenheit im Sommer und derbe Überschwemmungen in der Regenzeit sowie ein überwiegend sandiger Boden erschweren die Landwirtschaft, die der Haupt-Wirtschaftssektor der Region ist. Die Isaan-Bevölkerung lebt zum Großteil vom Reisanbau und ist ärmer als der Landesdurchschnitt.
Die typische Isaan-Sprache ähnelt sehr der laotischen Sprache, da die meisten Einwohner des Isaan laotischer Abstammung sind. Daher weist die Isaan-Kultur auch zahlreiche Übereinstimmungen mit der des Nachbarstaates Laos auf. Das zeigt sich besonders in Kleidung, Küche, Architektur, Künsten/Musik und Feiertagen. Allerdings ist sprachlich (besonders bei jungen Leuten) auch Thai sehr verbreitet – und im südlichen Teil wiederum Khmer.
Klima: Im Winter kühlt es sich bei Tagestemperaturen um 30 Grad nachts empfindlich ab, während die Tempearturen zwischen März und Mai auf ca. 40 Grad ansteigen. In der Regenzeit herrscht eine höhere Luftfeuchtigkeit als in den anderen Regionen.
Der nordöstlichen Region werden die folgenden 19 Provinzen zugeordnet:
01. Amnat Charoen
02. Buri Ram
03. Chaiyaphum
04. Kalasin
05. Khon Kaen
06. Loei
07. Maha Sarakham
08. Mukdahan
09. Nakhon Phanom
10. Nakhon Ratchasima
11. Nongbua Lamphu
12. Nong Khai
13. Roi Et
14. Sakon Nakhon
15. Sisaket
16. Surin
17. Ubon Ratchathani
18. Udon Thani
19. Yasothon
![]()
Unbedingt sehenswert im Nordosten:
![]()
Der Isaan ist reich an historischen Sehenswürdigkeiten – vor allem im Grenzgebiet zu Kambodscha, wo es eine ganze Reihe sehenswerter Khmer-Tempelruinen (Prasat) zu bestaunen gibt. Sie stammen alle aus der Zeit, als das Großreich der Khmer zu Beginn des letzten Jahrtausends weit über die Grenzen des heutigen Kambodschas hinausreichte und große Teile des heutigen Laos und Thailands umfasste. Mit finanzieller Unterstützung der UNESCO begann man vor ca. 50 Jahren in Bangkok Pläne zu entwickeln, die alten Tempelanlagen freizulegen und zu restaurieren.
![]()
Prasat Khao Phra Viharn ist ein Hindu-Tempel der Khmer, und liegt auf der Spitze einer über 500 Meter hohen Klippe in den Dongrek-Bergen in der Provinz Si Saket an der kambodschanischen Grenze (...ca. 150 km in südwestlicher Richtung von Ubon Ratchathani entfernt). Eine von mehreren Vermutungen geht in die Richtung, dass die Anlage von den Königen Suryavarman I (1002–1050) und dem Angkor-Wat-Bauherrn Suryavarman II (1113–1150) erbaut wurde.
Obwohl die Tempelanlage im Jahre 1962 von dem internationalen Gerichtshof in Den Haag offiziell Kambodscha zugesprochen wurde, kann man sie bisher nur von Thailand aus erreichen, denn zu kambodschanischer Seite fällt der Berg – auf dem Phrasat Khao Phra Viharn erbaut wurde – steil ab. Inzwischen wird in Kambodscha über den Bau einer Seilbahn diskutiert. Prasat Preah Vihear (...so wird die Anlage von den Kambodschanern genannt) ist von imposanter Größe, aber – aufgrund der komplizierten Rechtslage – leider nicht restauriert.
Spätestens seit Kambodscha 2007 während einer UNESCO-Konferenz in Christchurch/Neuseeland die Bewerbung von Preah Vihear für eine Nominierung zum Weltkulturerbe anmeldete, begann die Angelegenheit erneut auf das – ohnehin angeschlagene – Verhältnis zwischen Thailand und Kambodscha abzufärben. Zwei Monate vor der Entscheidung der UNESCO (...also im Mai 2008) entwickelte sich das Thema beinahe zu einer ernsten Krise zwischen den beiden Ländern. Am 08. Juli 2008 wurde der Prasat Khao Phra Viharn (...oder auch Prasat Preah Vihear) von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt – was zu Jubel in Kambodscha und Katerstimmung in Thailand führte.
Wunderschöne Fotos vom Prasat Preah Vihear präsentiert der
Fotograf John Vink auf seiner Website.
![]()
Prasat Hin Phimai liegt ca. 50 km nordöstlich von Nakhon Ratchasima. Diese gut restaurierte Tempelanlage wurde ca. 1100 n. Chr. erbaut, und zeigt die frühe religiöse Architektur und Baukunst der Khmer von ihrer schönsten Seite. Die Anlage war der
Anfangspunkt in einer ca. 300 km langen Prachtstrasse, die von Nakhon Ratchasima bis Angkor Wat in Kambodscha führte. Obwohl Prasat Hin Phimai deutlich kleiner als Angkor Wat ist, sind architektonische Ähnlichkeiten durchaus vorhanden.
![]()
Eine dritte wichtige Khmer-Tempelanlage ist Phanom Rung, in
der Provinz Buri Ram (...siehe Abbildung links). Diese Anlage tront auf einem über 1000 Meter hoch gelegenen erloschenen Vulkankegel und wurde zu Ehren des Hindugottes Shiva errichtet. Auch Besucher, die sich nicht für Archäologie interessieren, werden von der Atmosphäre und dem Ausblick beeindruckt sein.
![]()
Ban Chiang liegt etwa 50 km östlich der Provinzhauptstadt Udon Thani an der Grenze zur Provinz Sakon Nakhon und wurde 1992 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. In der 1966 von einem Amerikaner entdeckten Stätte, konnten sensationelle archäologische Funde geborgen werden, die auf das 2. Jahrtausend v. Chr. zurückdatiert werden konnten. Eine noch unberührte Ausgrabungsstätte kann von Touristen besichtigt werden.
![]()
Der Khao-Yai-Nationalpark ist zwar etwas völlig anderes, sollte aber an dieser Stelle nicht vergessen werden, da ein Großteil seiner Fläche in der Isaan-Provinz Nakhon Ratchasima (Khorat) liegt. Er wurde 1962 eröffnet und ist mit einer Gesamtfläche von über 2000 qkm der drittgrößte Park des Landes. Verschiedene Landschaftstypen (Graslandschaften, Regen- und Nebelwälder, etc...) gehen nahtlos in einander über und präsentieren Wasserfälle, über 2000 Pflanzenarten, über 70 Säugetierarten sowie über 300 Vogelarten. Mehr Infos auf der englischsprachigen
Website des Khao-Yai-Nationalparks.
Sitemap
|
Mailformular
|
Über thailandblick.com
|
Impressum
|
© www.thailandblick.com