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Ende des 13. Jahrhunderts war Nord-Thailand ein Gebiet das von unorganisierten und untereinander verfeindeten Mini-Königreichen und Fürstentümern
(...sowohl laotischer als auch burmesischer und thailändischer Abstammung) bewohnt wurde.
Interne Streitigkeiten, Kriege und fehlende Allianzen machten die Gegend für gut organisierte Aggressoren – wie z.B. die Mongolen – äußerst interessant.
Dies schien auch König Mengrai (der Herrscher eines der besagten Königreiche) erkannt zu haben. Da ihm niemand zuhören wollte, beschloss er aus zwei Gründen sein Gebiet durch Eroberungen zu vergrößern:
1. Zur Errichtung einer nördlichen Allianz (unter seiner Führung).
2. Zwecks Vergrößerung der Armee zur Verteidigung gegen fremde Aggressoren.
Mit Zustimmung des Königs von Sukhothai begann Mengrai nach und nach die Fürstentümer der Umgebung zu assimilieren.
1296 startete Mengrai (siehe Abbildung unten) einen Angriff auf die mächtige Stadt Haripunchai – das letzte Überbleibsel der von den Khmer zerstörten Mon-Zivilisation – und eroberte diese nach langen und heftigen Kämpfen. Mit der Einnahme dieses wichtigen Stützpunktes hatte er den größten Teil Nordthailands unter seiner Kontrolle und war gewappnet gegen einen eventuellen Angriff der Mongolen.
Aus den eroberten Gebieten gründete Mengrai das Königreich Lan Na (Land der Millionen Reisfelder). Gemeinsam mit seinen beiden Freunden (...König Ramkamhaeng von Sukothai und König Ngam Muang von Phayao) machte er sich auf die Suche nach einer geeigneten Stelle für die
Hauptstadt seines neuen Reiches. Schließlich fiel die Wahl auf einen Standort zwischen Ping-Fluss und Doi Suthep – und das war die Geburtsstunde Chiang Mais.
Das Three Kings Monument (siehe Sehenswürdigkeiten) erinnert noch heute an diesen wichtigen Moment, dem Chiang Mai seine Existenz zu verdanken hat.
Nach Mengrais Tod im Jahre 1317 (...der Legende nach wurde er vom Blitz getroffen!) gewann Chiang Mai unter dessen Nachfolgern weiter an Größe und Einfluss. 1556 musste Lan Na (incl. der Hauptstadt Chiang Mai) vor den immer häufigeren Attacken eines neuen Feindes resignieren. Nicht die Mongolen, sondern die Burmesen unterwarfen das Königreich – und machten es zu einem versklavten Zwangsverbündeten, denn von hier aus planten sie ihre Angriffe auf Ayutthaya. Doch erst im Jahre 1767 gelang es den Burmesen Ayutthaya nach einer 15 monatigen Belagerung zu erobern, zu brandschatzen und zu zerstören.
Im Laufe der folgenden Jahre wurden die Burmesen von General Taksin aus Ayutthaya vertrieben. Danach wurde 1772 in einer Kleinstadt namens Thonburi das Fundament zur Gründung der neuen Hauptstadt Bangkok gelegt. Diese Geschehnisse ermutigten 1774 auch schließlich auch die unterdrückte Bevölkerung in Chiang Mai zu einem Aufstand gegen die verhassten Besatzer. Mit Taksins Unterstützung gelang es die Burmesen zu vertreiben, und Chiang Mai zu befreien.
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Chiang Mai im 20. Jahrhundert:
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Da Chiang Mai von dichten Teakholzwäldern umgeben ist, die das Vorgebirge des Himalayas bedecken, wurde bis in die 1960er Jahre ein großer Teil des Stadtbildes von malerischen Teakholzhäusern bestimmt. Doch im Rahmen der Industrialisierung übernahmen – auch hier – langsam aber sicher Betonbauten die Kontrolle über das Stadtbild. Zum
Glück ist das "alte" Chiang Mai jedoch nicht völlig verdrängt worden. Viele der Tempel, die Chiang Mai beherbergt, präsentieren sich in alter Pracht mit herrlichen Teakholzschnitzereien und goldenen Dächern.
Die wohl grundlegendste Veränderung des Chiang Mais der Neuzeit fand dagegen in den 1970er/80er Jahren in der Agrarwirtschaft statt, denn noch bis Anfang der 1970er Jahre war der Anbau von Opium (...Schlafmohn, siehe rechts und Opiumkügelchen, siehe unten links) die treibende Kraft in der Landwirtschaft des Nordens, und Chiang Mai eins der wichtigsten Handelszentren der Droge. Dass hier nicht einfach nur mit sinnloser Gewalt der Anbau unterbunden wurden, sondern konkrete Projekte als Alternative zum Opiumanbau die Veränderung
bewirkten, ist natürlich nicht der damaligen Regierung, sondern wieder einmal der Königsfamilie zu verdanken. Durch ihr Engagement wurden in der Umgebung Chiang Mais eine Reihe von landwirtschaftlichen Forschungseinrichtungen und Versuchsgärten etabliert, deren Ziel es war, Gemüse- und Obstsorten sowie Zierpflanzen zu finden, die unter den – für Thai-Maßstäbe – kühlen Temperaturen des Nordens am besten gedeihen. Gleichzeitig wurden Abnehmer für die neuen Produkte der Ex-Opium-Bauern gesucht und Vertriebswege organisiert. Es ist sicherlich nicht übertrieben, die Projekte als erfolgreich und gelungen zu bezeichnen, denn die Obst und Gemüsesorten der Region erfreuen sich – aufgrund ihrer Einzigartigkeit in Thailand – großer Beliebtheit. Besonders in den Touristengebieten sind heute z.B. Erdbeeren, und Salate aus dem Norden der Renner.
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Chiang Mai im 21. Jahrhundert:
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Heute ist Chiang Mai zwar eine lebendige Metropole, die aber in ihrer bisherigen Entwicklung einen Weg einschlug, den man für thailändische Städte – die vor allem vom Tourismus profitieren – als eher untypisch bezeichnen könnte. Denn obwohl auch Chiang Mai in beachtlichem Tempo wächst, und den Tourismuszweig natürlich weiter ausbaut, wird – zumindest bisher!! – darauf geachtet, dass die Relationen zwischen Wachstumsgeschwindigkeit, Infrastruktur und Lebensqualität einigermassen stimmen. Das fällt um so deutlicher auf, wenn man Chiang Mai z.B. mit Ko Samui, Pattaya oder Phuket vergleicht – wobei dieser Vergleich ansonsten natürlich hinkt und prinzipiell gar nicht erst gestellt werden sollte.
(Abbildung oben: Blick auf Chiang Mai vom Wat Phra Thart Doi Suthep.)
Denn bisher hat Chiang Mai auch gar nicht das Bedürfnis in die Richtung der oben genannten Urlaubsorte zu marschiern, was vor allem daran liegt, dass man sie eben nicht vergleichen kann. Chiang Mai ist eine Stadt, die andere Sehenswürdigkeiten als Thailands Spaß-Zentren zu bieten hat. Die Stärke dieser Stadt liegt vor allem in seinem kulturellen Potential. Natürlich kann Chiang Mai hier wiederum nicht mit Bangkok mithalten, hat dafür aber eine wesentlich bessere und stressfreiere Lebensqualität zu bieten.
Und gerade diese Kombination aus Lebensqualität und Kultur zieht sowohl immer mehr Backpacker als auch Qualitätstouristen nach Chiang Mai. Ein – für thailändische Verhältnisse – erstaunlich mildes Klima (...siehe: Klima) bringt da noch einen zusätzlichen Vorteil ins Spiel, denn wer hat schon Lust auf Tempelbesichtigungen und Wanderungen bei feucht schwülen Backofentemperaturen?
Apropos Tempel: Mit rund 200 Tempels ist Chiang Mai – in Relation zur Größe – die Stadt mit der höchsten Tempeldichte Thailands. Die meisten der wichtigsten Tempel (...siehe: Sehenwürdigkeiten/Tempel) sind bequem zu Fuß zu erreichen – ausser man ist eher lauffaul.
(Abbildung oben: Nachtmarkt mit Kunsthandwerk-Ständen.)
Einen weiteren Rekord hat die Stadt wohl in Sachen Kunsthandwerk zu bieten, denn nirgendwo in Thailand wird so emsig gewerkelt, wie in und um Chiang Mai. Nicht nur für seine Holzschnitzereien, sondern auch für Korbwaren, Schmuck (...besonders Silber- und Jadeschmuck), Stickereien, Seide und Baumwollwaren ist die Stadt bekannt. Unzählige shops und riesige Märkte bieten eine gigantische Auswahl für jeden Geschmack (...wobei die Preise für diverse Produkte – wie z.B. Seide – in den verschiedenen locations mal eben locker um 200% differieren).
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Die "Rose des Nordens" (wie Chiang Mai in Thailand genannt wird), liegt etwa 700 km nördlich von Bangkok, und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Bergausläufer des Himalaya erstrecken sich in nord-
südlicher Richtung. Auch der Ping-Fluss findet hier seinen Ursprung. Der Doi Inthanon liegt südwestlich der Stadt Chiang Mai inmitten des gleichnamigen Nationalparks, und ist mit 2.565 m die höchste Erhebung Thailands.
(Grafik links: Wappen der Stadt Chiang Mai).
Die Provinz Chiang Mai hat eine Größe von etwas über 20.000 qkm, und verfügt über etwa 1.600.000 Einwohner.
Ähnliche Angaben lassen sich über die Stadt Chiang Mai nicht so ohne weiteres machen. Denn im Gegensatz zu Bangkok existieren für Chiang Mai keine klaren Richtlinien bezüglich der Stadtaufteilung. Oder anders formuliert: Statistische Erhebungen über Größe und Einwohnerzahl der Stadt Chiang Mai sind mit Vorsicht zu geniessen, weil es keine klaren Angaben zur Berechnung solcher Erhebungen gibt.
Rechnet man alle großen Vororte zusammen, dann erreicht Chiang Mai eine Einwohnerzahl von etwa 550.000 bis 700.000. Ohne die Vororte kommt der Stadtkern von Chiang Mai auf etwa 250.000 Einwohner. Im eigentlichen Zentrum – also innerhalb der Stadtmauern – leben dagegen weniger als 100.000 Menschen.
Doch selbst solche groberen Unterteilungen gestalten sich nicht ganz einfach, weil keine offiziell festgelegten Radien der einzelnen Bereiche existieren. Und dass es für Thailänder keine Meldepflicht gibt, verkompliziert die Problematik noch zusätzlich. Daher beruhen die meisten Angaben über Chiang Mai mehr oder weniger auf groben Schätzungen.
Aus diesem Grund, steht die vorherrschende Meinung – Chiang Mai sei die zweitgrößte Stadt Thailands – auch auf recht wackeligen Beinen.
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Generell ist es im Norden Thailands immer einige Grad kühler als im Rest des Landes.
In der kühlen Jahreszeit – zwischen Mitte November und Mitte Februar – beträgt der Unterschied meistens sogar mehr als nur ein paar Grad (...besonders nachts).
Auf dem Doi Inthanon (... mit 2.565 m die höchste Erhebung Thailands) fällt das Thermometer im Dezember nachts auch schon mal auf 5 - 10 Grad ab! Tagsüber steigt es dann zwar schnell wieder auf etwa 20 Grad an, geht aber am späten Abend genau so schnell wieder nach unten. Hier ist – zu dieser Jahreszeit – separate Kleidung angebracht (...Sportschuhe, Jeans, Sweatshirt, dünne Jacke). Und keine Sorge: Die beiden fröhlichen Damen im Eskimo-Outfit befinden sich definitiv nicht auf dem Doi Inthanon, sondern in Pattayas "Ice-Bar" (...bei etwa minus 5 Grad).
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Als außerordentlich angenehm, empfand ich dagegen die Fahrt mit dem "Special Express Diesel Rail Car/2. class" Ticket (siehe links) für etwa 880 Baht, denn hier stimmte einfach alles: Sehr freundlicher Service, bequeme Sitze, und eine kostenlose Verpflegung (...warmes Thai-Essen, Getränke, Kaffee und Kuchen), an der es nichts auszusetzen gab.-------------------------------------------------------------------------------
Unser Tip:
Falls Du auf Deiner Reise von Bangkok nach Chiang Mai über zwei – besser noch drei – Tage zeitlichen Spielraum verfügen solltest, dann gönn Dir einen Zwischenstop in Phitsanulok und unternimm von dort eine Tagestour nach Sukhothai. (...interessiert? Hier gibt es weitere Infos:
Tour-Special Phitsanulok/Sukhothai).
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Angekommen in Chiang Mai, kann man sich mit Stadtbussen (...die auch Ziele außerhalb Chiang Mais ansteuern), Taxen, den unten abgebildeten "Tuk-Tuks" oder den "Songthaew" (umgebauten, überdachten Pickups, bei denen hinten
zwei Bänke in Längsrichtung montiert worden sind) bewegen. Bei allen – ausser den Stadtbussen – sollte man den Preis natürlich vorher erfragen oder aushandeln, damit man beim Bezahlen keine böse Überraschung erlebt. Die Fahrer sind in Chiang Mai zwar nicht so abgebrüht wie die in Pattaya, Bangkok – oder erst recht Ko Samui!!, aber wie sagt man so schön: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Doch kann sich hier auch unmotorisiert fortbewegen, denn das Zentrum – in und um die alten Stadtmauern – ist so übersichtlich und kompakt, dass man es auch zu Fuß erkunden kann.
Der eigentliche Stadtkern – bzw. die Altstadt – Chiang Mais ist sowohl von vier Wällen als auch einem Graben umgeben. Diese als Sicherheitsvorkehrung gedachten Maßnahmen wurden bei der Stadtgründung im Jahre 1296 errichtet. Im 19. Jahrhundert wurde der Wall incl. seiner zahlreichen Stadttore komplett restauriert.
Wer auf der Suche nach Hotels, Gästehäusern, Restaurants, Coffee-Shops oder Reisebüros ist, der sollte die Altstadt durch das Thapae Gate auf der Thapae Road betreten (Richtung Westen).
Folgt man der Thapae Road in die andere Richtung gelangt man zum Night Bazaar. Hier findet man alles, was Chiang Mais berühmtes Kunsthandwerk zu bieten hat.
Nicht nur auf dem Nachtmarkt wird man von den zahlreichen Hilltribe-Frauen vom Stamm der "Aka" bedrängt, die inzwischen die gesamte Stadt unsicher machen, und ihre Bauchladen-Produkte den Touristen (...teilweise auf penetrant dreiste Art) aufdrängen wollen.
Ein Stadtplan sollte beim Erkunden der City unbedingt im Gepäck sein. Wer sich vorher schon mal einen Überblick verschaffen möchte,
der gucke bitte hier
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Sehenswürdigkeiten in Chiang Mai:
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Wat Phra Thart Doi Suthep:
Diese Tempelanlage wurde im Jahre 1371 errichtet, und befindet sich etwa 12 km nordwestlich von Chiang Mai in über 1000 Metern Höhe auf dem Suthep Berg. Sie ist nicht nur eine der bedeutendsten Tempelanlagen Nordthailands, sondern auch definitiv eine der wichtigsten Sehenwürdigkeiten in Chiang Mai. Der Tempel wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich weiter ausgebaut, und mehrfach restauriert.
Am Eingangsbereich führt eine aufwendige Treppe – die von riesigen Schlangen/Drachenwesen (Nagas) bewacht wird – mit etwa 300 Stufen zum eigentlichen Tempel. Wer mit dem Aufstieg überfordert ist, kann auch mit Hilfe der daneben liegenden Zahnradbahn nach oben kommen.
Oben angekommen betreten die Besucher die äußere Ebene des Tempels und werden hier mit einem Ausblick auf die Umgebung Chiang Mais belohnt, den man nur als einzigartig beschreiben kann. Des weiteren
befinden sich auf dieser Ebene noch ein hölzerner Wilharn, ein kleines Museum, eine große Glocke, einige Ruhe-Zonen, eine Snack-Bar, ein Souvenier-Shop, sowie die Statue des weißen Elefanten, der nach der Legende den Platz für diesen Tempel fand.
Durch einen wunderschön verzierten Eingang, der rechts und links von je einer Wächterfigur flankiert wird, betritt man nun die innere Ebene des Tempels, in der sofort das Heiligtum der Anlage ins Auge fällt: Eine über 15 Meter hohe, vergoldete Chedi, welche die Buddha-Reliquie enthält, mit deren Hilfe der weiße Elefant – laut Legende – diesen Platz entdeckte.
An zwei gegenüberliegenden Seiten der Chedi befinden sich zwei Wilhans mit erlesenen Buddhastatuen und Wandmalereien, die Episoden aus dem Leben Buddhas und die Legende des Elefanten zeigen.
Auf der Website
"chiangmai-chiangrai.com" kann man eine ansprechend illustrierte, informative Gesamtansicht der Tempelanlage begutachten.
Achtung: Im Tempelbereich sind ärmellose shirts und kurze Hosen NICHT erlaubt.
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Weitere wichtige Tempelanlagen:
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Wat Chedi Luang:
Wat Chedi Luang wurde Ende des 14. Jahrhunderts erbaut und liegt in der Altstadt an der Phra Poklao Road. Das Zentrum des Tempels bildet eine – ursprünglich 85 Meter hohen – Chedi, deren obere Hälfte bei einem Erdbeben Mitte des 16. Jahrhundert einstürzte. Sie besteht aus einem
quadratischen Sockel und in jeder der vier Seiten befindet sich eine Nische, die ein Buddhastandbild beinhaltet. In einer dieser Nischen befand sich für mehr als 80 Jahre die Smaragd-Buddha-Statue, die jetzt in Bangkoks Wat Phra Kaeo beheimatet ist und die heiligste Buddha-Figur des Landes ist. Ersetzt wurde die Smaragd-Buddha-Statue im Wat Chedi Luang durch eine Kopie.
Der – Anfang des 15ten Jahrhunderts – erstmals erbaute Wilhan des Tempels wurde mehrere Male umgebaut, das letzte mal im Jahre 1929. Den Mittelpunkt des Wilhans bildet ein über 8 Meter hoher stehender Buddha.
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Wat Chiang Man:
Der älteste Tempel Chiang Mais liegt im nördlichen Teil der Altstadt an der Ratchaphakhinai Road. Er wurde 1295 von König Mengrai gegründet und
parallel mit der Altstadt erbaut. Danach diente er dem König zunächst als Wohnsitz.
Betritt man die – angenehm bescheiden anmutende – Anlage, so fällt der Blick zuerst auf zwei nebeneinander liegende Wilhans. Der größere ist mit wunderschönen rot-goldenen Wandmalereien verziert, und enthält die wahrscheinlich älteste Buddhafigur Chiang Mais.
Der kleinere Wilhan beherbergt zwei hochverehrte Buddhastatuen:
1. Der angeblich im 3. Jahrhundert n.Chr. in Lopburi aus Kristall gefertigte Phra Khaeo Khao.
2. Der angeblich im 8. Jahrhundert n.Chr. in Sri Lanka aus Sandstein gefertigte Phra Sethang Manee.
Das eigentliche Highlight der Anlage befindet sich hinter den beiden Wilhans:
Die teilweise vergoldete Chedi Chang Lom vereint mehrere Stilrichtungen miteinander und wird von 15 – auf einem Sockel stehenden – Elefantenstatuen getragen. Bei diesem Monument handelt es sich um das ERSTE! Bauwerk Chiang Mais.
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Wat Ou Sai Kham:
Über diesen Tempel an der Chiang Mai Kao Road (...in der Nähe des Tha
Phae Gates) sollte man im Vorfeld eigentlich nur sagen, dass er über eine außergewöhnliche Attraktion verfügt – eine etwa 1 Meter hohe sitzende Buddhastatue aus reiner Jade.
Danach sollte man auf die kleine – aber dafür immerhin sechssprachige –
Website des Tempels verweisen, auf der alle wichtigen Details bestens erklärt werden (...denn das ist ebenfalls außergewöhnlich).
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Wat Phra Singh:
Diese berühmte Tempelanlage liegt in der Nähe des Sun Dok Gates – das heißt, auf der gegenüberliegenden Altstadtseite Seite des Tha Pae Gates, am Ende der Ratchadamnoen Road. Die Gründung des Tempels führt
zurück ins Jahr 1345, als König Phayu eine Chedi errichten ließ, um die Asche seines Vaters zu bestatten.
Lange Zeit bestand der Tempel auch aus nichts anderem als dieser Chedi, und fristete ein eher unwichtiges Dasein. Erst im 18ten Jahrhundert begann man sich wieder für die Anlage zu interessieren und sie weiter auszubauen.
Inzwischen gehört Wat Phra Singh zu den größten Tempeln der Altstadt.
Erst 1920 kam ein geräumiger neuer Wilhan dazu, der erlesene Holzschnitzereien und eine große Buddhafigur beherbergt. Wichtiger ist allerdings der ältere, mit wunderschönen Holzverzierungen bestückte
Wilhan im südwestlichen Tempelbereich, denn hier ruht das eigentliche Heiligtum der Anlage: Die etwa 1500 Jahre alte, aus vergoldeter Bronze bestehende und etwa 1 Meter hohe Statue des Phra Buddha Sihing steht auf einem Altar, und wird von zwei weiteren Buddhafiguren rechts und links "gesichert".
Insgesamt existieren drei Buddhafiguren mit diesem Namen in Thailand, und der Legende nach sollen sie alle in Sri Lanka erstellt worden sein. Eine davon befindet sich in Bangkok, die andere in der südlichen Provinz Nakhon Si Thammarat. Optisch besitzen die drei Buddhafiguren allerdings keinerlei Ähnlichkeiten.
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Wat Phan On:
Diese zwar zweistöckige – aber trotzdem eher kleinere – Tempelanlage liegt nicht weit vom Tha Pae Gate an der Ratchadamnoen Road/Kreuzung Ratchaphakhinai Road.
Während der Tempel im Jahre 1501 unter König Kaeo gebaut wurde, befand sich auf der westlichen Seite des Geländes bereits ein weiterer Tempel namens Wat Chedi Khwam aus der gleichen Epoche.
Später wurden die beiden Tempel zu einem verschmolzen, und erhielten den Namen Wat Phan On.
Neben interessanten Wandmalereien, beinhaltet der Tempel eine 1:1 Kopie des hochverehrten Phra Buddha Chinarat aus Phitsanulok.
Neben dem Hauptgebäude befindet sich eine kleine Chedi mit vier Nischen, die mit Buddhastatuen besetzt sind, sowie ein heiliger Baum, vor dem ebenfalls Buddhafiguren platziert sind.
Während unseres Besuches im November 2007 fanden gerade Vorbereitungen für eine Zeremonie statt. Zahlreiche gut gelaunte Frauen schafften Unmengen an appetitlichen Speisen an einen großen Tisch, während die Männer im Schatten saßen, oder mit den Mönchen plauderten. Es herrschte eine unglaublich lockere, einladende Atmosphäre – die eigentlich mehr was von einer Familienfeier als von einer Zeremonie an sich hatte.
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Wat Chet Yot:
Nördlich der Altstadt – am Rande des Superhighways – ist dieser 1455 von König Tilok erbaute Tempel zu finden.
Eyecatcher der Anlage ist eine Chedi mit sieben Turmspitzen, auf die auch der Name zurückzuführen ist (Tempel mit sieben Chedis). Sie wurde von König Tilok zum achten buddhistischen Konzil errichtet, das 1477 im Wat Chet Yon stattfand.
Eine weitere Chedi innerhalb der Tempelanlage wurde 1487 nach König Tiloks Tod von seinem Neffen errichtet, und enthält die Asche des Königs. Während der Besetzung Chiang Mais durch die Burmesen (1556 - 1774) wurde der Tempel vernachlässigt und zu großen Teilen geplündert. Im Rahmen des Wiederaufbaus der Stadt unter König Kawila wurde auch Wat Chet Yot wieder restauriert.
Weitere Tempelfotos – unter anderem auch aus Chiang Mai – findest Du in der
Galerie "Tempel und Mönche".
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Sonstige Chiang Mai-Highlights:
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Three Kings Monument:
Nachdem König Mengrai 1296 das Königreich Lan Na gegründet hatte (...siehe auch ganz oben "Geschichte") machte er sich – zusammen mit
seinen beiden Freunden (...König Ramkamhaeng von Sukothai und König Ngam Muang von Phayao) – auf die Suche nach einer geeigneten Stelle für die Hauptstadt seines neuen Reiches. Schließlich fiel die Wahl auf einen Standort zwischen Ping-Fluss und Doi Suthep.
Das Three Kings Monument ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt und wurde zur Erinnerung an dieses feierliche Ereignis – sprich der Geburtsstunde Chiang Mais – vor dem City Art & Cultural Center an der Rachawithi Road errichtet.
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Chiang Mai National Museum:
Das Chiang Mai National Museum wurde im Jahre 1973 vom Königspaar persönlich eröffnet. Es liegt nördlich der Altstadt – am Rande des
Superhighways. Nirgendwo sonst gibt es vergleichbar detaillierte Informationen über die Geschichte und Kultur des Nordens.
Ein riesiger bronzener Buddhakopf aus dem Tempel Wat Chedi Luang in der Provinz Sukhothai ziert den Eingangsbereich des Museums.
Unzählige Kunstgegenstände aller bekannten Epochen des Nordens sind zu bewundern. Auch die eigenständigen Kulturen der Bergvölker werden ausführlich dargestellt.
In den 1970er Jahren wurde das Museum aufwendig renoviert.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 09:00 bis 16:00 Uhr
Eintritt: 30 Baht
Weitere Infos sind auf der
Website des Museums zu finden.
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Chiang Mai Zoo:
Verlässt man die Altstadt nordwestlich mit der Huey Kaew Road so findet man nach etwa 7 km auf der linken Seite den berühmten
Chiang Mai Zoo – der gleichzeitig der größte Stadtzoo Thailands ist.
Gegründet wurde der Zoo übrigens von einem amerikanischen Missionar, namens Harold M. Young, der sich ursprünglich um wilde Tiere auf dem Suthep Berg kümmerte, und dann eine Art Privatzoo daraus machte. 1955 erlaubte ihm die Stadtverwaltung von Chiang Mai seinen Zoo auf etwa 9,5 Hektar zu vergrößern. 1974 verstarb Mr. Young und die Zoologische Park Organisation übernahm die Verwaltung. 1989 wurde der Zoo auf über 80 Hektar vergrößert.
Heute beherbergt der Chiang Mai Zoo etwa 8000 Tiere, die sich auf sinnvoll gegliederte Reviere verteilen. Eine Auflistung der einzelnen
Arten erscheint mir sinnlos – da hier alles anzutreffen ist, was man sich in einem asiatischen Zoo dieser Größenordnung wünscht. Für die Besichtigung der Panda-Bären muss allerdings extra gezahlt werden (...Erwachsene 100 Baht, Kinder 50 Baht).
Nur wer sehr gut zu Fuß ist, schafft es den gesamten Komplex – in Form einer gigantischen Wanderung – zu bewältigen. Thais versuchen das erst gar nicht, und durchfahren den Zoo lieber mit dem eigenen Auto, was problemlos möglich ist, da eine gut ausgebaute Straße durch die gesamte Anlage führt. Der Wanderweg
verläuft parallel zu dieser Straße. Wer weder das eine noch das andere möchte, der kann sich auch in eine der kleinen "Minibahnen" begeben, die kurz hinter dem Eingang warten. Sie halten an allen wichtigen Zonen. Nach betrachten des jeweiligen Gebietes wartet man dann an der Station auf die nächste Bahn.
Verhungern oder verdursten muss man während des Zoobesuches definitiv nicht, da vor jeder Station Snacks, Obst, Süßigkeiten und Getränke in reichhaltiger Auswahl angeboten werden.
Seit 2003 werden unter dem originellen Namen "Twilight Zoo" auch Abendbesuche auf einer begrenzten Fläche der Anlage mit abenteuerlicher Effektbeleuchtung angeboten.
Der Zoo ist täglich von 08:00 - 18:00 Uhr geöffnet.
Preise: Erwachsene 100 Baht, Kinder 50 Baht, zusätzliche Gebühr fürs Auto 50 Baht und fürs Motorrad 10 Baht.
Der "Twilight Zoo" ist täglich (außer bei Regen) von 19:00 - 21:00 Uhr geöffnet.
Preise: Erwachsene 200 Baht, Kinder 100 Baht, keine Benutzung von Autos und Motorrädern.
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Night Bazaar:
Möchte man das Einkaufsviertel der Stadt erkunden, so folgt man der Thapae Road nicht in Richtung Tor, sondern in die entgegengesetzte Richtung – nach Osten Richtung Mae Ping. Nach etwa 1000 Metern sollte man dann rechts in die Chang Khlan Road einbiegen. Sie führt – vorbei am "Einkaufsparadies" Kalare Food and
Shopping Center – zu einem der absoluten Chiang Mai Shopping-Highlights, dem Night Bazaar. Hier findet man alles, was Chiang Mais berühmtes Kunsthandwerk zu bieten hat:
Holzschnitzereien, Korbwaren, Schmuck (...besonders Silber- und Jadeschmuck), Stickereien, Seide und Baumwollwaren sowie aufwendige große Kunstwerke und Möbel.
Während die einfacheren Dinge (...unter anderem das übliche Brandname-Copy-Sortiment) eng gequetscht auf der Straße präsentiert werden, sind die hochwertigeren Produkte in den geräumigen Markhallen rechts und links von der Straße zu finden.
Der Markt und die Preise sind in erster Linie auf Touristen ausgerichtet, Handeln sollte daher Pflicht sein.
Im Gegensatz zu den bekannten Nachtmärkten Bangkoks blickt der Night Bazar in Chiang Mai auf eine lange Tradition zurück, denn hier befand sich einst ein Lager für Karawanen aus China.
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Highlights in der Umgebung von Chiang Mai:
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Doi Inthanon:
Der Doi Inthanon (in der Provinz Chiang Mai) ist mit 2.565 m die höchste Erhebung Thailands. Der Berg liegt südwestlich von Chiang Mai inmitten des gleichnamigen Nationalparks, der unter anderem durch reizvolle Wasserfälle wie dem "Mae Klang" oder dem "Vachiratharn" sowie einer für Thailand eher ungewöhnlichen Vegatation fasziniert. Neben feuchtem Regenwald, sind hier nämlich auch Eichen, Kiefern, Moose und andere, eher in kühlen Regionen beheimatete Arten zu bestaunen.
Die Tierwelt bietet neben Gibbons, Tigern und Bären auch Rotwild und Wildhühner. Die Zahl der Vogelarten ist größer als an jedem anderen Ort in Thailand!
Zum Gipfel des Berges sind es von Chiang Mai etwa 55 km. An einer Kontrollstation müssen ausländische Touristen ein Ticket erwerben, um weiter bis zum Gipfel fahren zu dürfen. Auf dem Weg nach oben kommt man sowohl an einigen Dörfern der Karen und Meo als auch an mehreren landwirtschaftlichen Forschungsstationen vorbei – die errichtet wurden, um Alternativen zu Opiumanbau zu schaffen (...siehe auch Chiang Mai im 20. Jahrhundert).
Etwa 200 Meter vor Erreichen des Gipfels, stösst man auf zwei Chedis, welche die "thailändische Armee mit der Hilfe des thailändischen Volkes" (Text einer Gedenktafel) dem König und der
Königin zu ihren jeweiligen 60ten Geburtstagen schenkte. Phra That Naphamethanidon ist der Name der Chedi des Königs; sie wurde 1987 errichtet. Phra That Naphabolbhumisiri – die Chedi der Königin – wurde 1992 erstellt.
Auf dem Gipfel ist es deutlich kühler, als im restlichen Thailand, man sollte daher besser einen Pullover oder eine Jacke im Gepäck haben.
Markiert wird der Gipfel von einem kleinen Schrein, der die Asche von König Inthawitchayanon (Regierungszeit: 1870–1897) enthält. Er setzte sich als erster König für den Schutz der Bergregion ein. Die Bestattung seiner Asche – auf dem Gipfel des Berges – wurde von seiner Tochter auf seinen Wunsch in die Wege geleitet. Gleichzeitig wurde der Berg in Inthanon (...die Kurzform von Inthawitchayanon) umbenannt.
Der Nationalpark Doi Inthanon besteht bereits seit 1954. 1972 und 1974 wurde die Fläche noch mal vergrößert - so dass inzwischen ca. 480 qkm zum Park gehören. Der Doi Inthanon Nationalpark wird auch oft als "das Dach von Thailand" bezeichnet.
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Bor Sang:
Dieser kleine Ort, der auch als Umbrella Village bekannt ist, liegt etwa 10 km ausserhalb von Chiang Mai an der Sankhampaeng Road.
Seit über 200 Jahren werden in Bor Sang nach alter traditioneller Weise Schirme und Fächer aus Sa-Papier, Seide und Baumwolle von Hand erstellt und mit kunstvollen Motiven bemalt.
1941 wurde von den Einwohnern eine Kooperative gegründet. Dadurch wurde die Produktion von Fächern und Schirmen auch für den Export interessant. Und natürlich stieg auch der Bekanntheitsgrad des Dorfes rasch an; Bor Sang wurde zu einer weltbekannten Touristenattraktion. Alle Fertigungsprozesse können bei einem Besuch des Dorfes live begutachtet werden. Und natürlich können (...bzw. sollen) auch Schirme und Fächer gekauft werden.
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Mae Sa Elefanten Center:
Biegt man in Chiang Mai im Mae Rim-Bezirk links auf die Straße 1096 ab, so hat man eine direkte Verbindung zum Mae Sa Tal, in dem sich das bekannte Elefanten Center befindet.
Wie bei den meisten Tierpark- und Zooeinrichtungen in Thailand gilt – auch beim Besuch dieser Einrichtung – zu berücksichtigen, dass ein Großteil der Asiaten ein völlig anderes Verständnis über das Verhältnis zu Tieren hat, als es in Europa vorherrscht. Und das gilt ins besondere für die (nach deutschen Maßstäben) recht zweifelhaften Showveranstaltungen mit Tieren.
Wer damit keine Probleme hat, der ist hier besten aufgehoben, denn was die intelligenten Dickhäuter hier so alles zeigen ist in der Tat beeindruckend.
Neben einem Einblick in die ursprüngliche Arbeit der Elefanten – nämlich das Rollen und Ziehen von Baumstämmen – können die Dickhäuter beim Fußballspielen!!! und beim Bildermalen!!! beobachtet werden. Füttern und Reiten (gegen Aufpreis) ist natürlich auch im Angebot. Alles in allem, ein lohnenswerter Spaß für jung und alt.
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Wie ich bereits erwähnte (...siehe Chiang Mai im 21. Jahrhundert) kommt aufgrund des hohen kulturellen Potenzials in Chiang Mai – bis jetzt – ein völlig anderes Tourismus-Gesamtkonzept zum tragen, als in den Spaß-Zentren des Landes. Dementsprechend unterscheiden sich – in gewissen Punkten – auch die Ausgehmöglichkeiten von denen anderer Touristengebiete.
Im Klartext heißt das folgendes:
1. In Relation zur Größe der Stadt ist eine erstaunlich geringe Anzahl an Fastfood-Restaurants der großen amerikanischen und japanischen Ketten anzutreffen. Allerdings heißt das nicht, dass in Chiang Mai kein Fastfood zu bekommen wäre, denn gerade in den letzten Jahren sind unzählige kleine Hot Dog-, Döner-, Hamburger- und Sandwich-Läden aus dem Boden geschossen. Allerdings handelt es sich hier immer um kleine Privatläden, denen – im
Gegensatz zu den großen bekannten Fastfood-Ketten – zumindest "ein Hauch von Individualität" anhaftet. So etwas nenne ich cleveres Marketing!
2. Selbiges gilt interessanter Weise nicht für Coffee-Shops. Die shops der US-Kette "Grand-Canyon-Coffee" scheinen den Markt in Chiang Mai voll unter Kontrolle zu haben. Selten habe ich ein so gut ausgebautes Netz an "G.C.C.-Filialen" gesehen wie in Chiang Mai.
3. Ganze Straßenzüge mit Gogo Bars, in denen Table-Dance und Anbaggerei im Vordergrund stehen, sind – bis jetzt! – in Chiang Mai ebensowenig vorzufinden, wie öffentliche Plätze im Stadtbereich, die des abends zum Freilicht-Puff mutieren.
Das soll natürlich jetzt nicht heißen, dass es in Chiang Mai keine Prostitution geben würde, aber in Relation zur Größe der Stadt ist sie erstaunlich unauffällig.
Ob die Entwicklung langfristig weiter in diese Richtung gehen wird, bleibt abzuwarten.
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Antique House:
Dieses elegante, nicht ganz preiswerte, Restaurant liegt an der Charoen Prathet Road, in der Nähe des Night Bazaars und ist von 11:00 bis 24:00 Uhr geöffnet. Das alte Teakholzhaus glänzt durch ein traditionelles Ambiente das von antiken Skulpturen und Teakholzmöbeln erzeugt wird. Unterstrichen wird diese Atmosphäre abends noch durch traditionelle thailändische Live-Musik. Die qualitativ hochwertigen Thaigerichte sind aufgrund des hauptsächlich ausländischen Publikums etwas abgesoftet worden, was sicherlich nicht jedem Besucher gelegen kommt.
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Riverside:
Wie der Name schon andeutet, liegt das Riverside am Fluss (genauer gesagt direkt am Ping-Fluss). Es besteht bereits seit Anfang der 1980er Jahre, und zählt somit zu einem der ältesten Touristen-Restaurants Chiang Mais. Die thailändischen Live-Bands spielen hauptsächlich Coverversions bekannter UK- und US-Bands – das aber ganz ordentlich. Die Küche präsentiert thailändische und westliche Gerichte in reichlicher Auswahl. Service und Qualität können sich sehen lassen, die Preise sind tragbar aber nicht gerade günstig. Den Außenbereich des Restaurant bildet ein großer gemütlicher Biergarten. Die
Website des Riverside bietet weitere Infos (incl. toller Rezepte).
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German Hofbräuhaus:
Dass es mitten in Chiang Mai ein deutsches Hofbräuhaus geben soll, hielt ich für ein Gerücht – bis ich selbst sprachlos davor stand.
Die auffällige Leuchtwerbung erklärt staunenden Leuten wie mir dann folgendes: "german management, family business over 20 years, original german homecooking, italien, spanish and thai specialities." Auf dem noch größeren Hauptleuchtschild, steht direkt unter dem allseits bekannten Namen "German Hofbräuhaus" dann noch "Y Casa Antonio"?!
Und zur Krönung tragen alle thailändischen Kellnerinnen diese neckischen bayrischen Trachtenkleider (...auch Dirndl genannt, glaube ich). Die "Empfangsdame" am Eingang darf dann sogar noch einen lustigen Tirolerhut mit Federn und Abzeichen tragen.
Echt kultig, oder vielleicht multi-kultig? Keine Ahnung.
Wie das Essen ist? Ebenfalls keine Ahnung, denn wir waren lieber Original-Thaifood essen – ohne Blasmusik-Ambiente.
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Red Lion Pub:
Sportfans werden sich in diesem gemütlichen britischen Pub an der Loi Kroh Road (...Nähe German Hofbräuhaus bzw. Night Bazaar) wohl fühlen. Die Besitzer sind Fans des FC Liverpool, und bieten ihren Gästen auf einer großflächigen Leinwand die aktuellsten Live-Sportacts – von Premier League über Rugby bis zur Formel 1.
Von der großen Terrasse des Pubs hat man einen guten Ausblick auf das geschäftige Treiben des Night Bazaars.
Das Bierangebot ist gigantisch, und die Küche hat neben Thai-Food auch britische Spezialitäten wie Steaks, Fish and Chips, Lamm, etc... im Angebot. Die Küche hat bis Mitternacht geöffnet. Die Preise im Red Lion Pub sind durchaus angemessen.
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Blues Pub:
Nicht weit vom Thapae Gate an der Moon Muang Road befindet sich der Blues Club, der mit seinem rustikalen Blockhütten-Design eher an eine Wildwest-Bar erinnert. Blues-Liebhaber schätzen den Pub aufgrund seiner großen Auswahl an erlesenen Blues-CDs.
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Rooftop Bar:
Gegenüber vom Thapae Gate befindet sich ein Townhaus, auf dessen Dach man eine interessante Kombination an Lichtlein und Lampen unterschiedlichster Farben und Formen erkennen kann. Ein abenteuerliche Reise durch geschlossene Ladenlokale, schlecht beleuchtete Gänge und zahlreiche Treppen führt den neugierigen Besucher schließlich ins Herz der bunten Lichtlein – nämlich direkt in die auf dem Dach gelegene Rooftop Bar (...aha, daher der Name!).
Das provisorische Dach der Bar ist bei gutem Wetter geöffnet, und gewährt einen schönen Ausblick auf den Himmel. Auch ansonsten geht es in der Rooftop Bar (...auf Matten und Sitzkissen) recht locker zu, sodass schon fast der Eindruck entstehen könnte, man befände sich auf einer privaten psychodelischen Party in Goa Anfang der 1970er.
Lediglich Ambient und Techno-Trance Sound – sowie die zeitgemäßeren Frisuren der Gäste deuten darauf hin, dass man sich bereits im 21ten Jahrhundert befindet.
Coole Location, angenehme Leute, relaxte Stimmung – so sollte es sein.
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