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Bekannter unter dem Namen Thaiboxen, ist Muay Thai nicht nur eine äußerst effektive Kampfsportart – sondern gleichzeitig Thailands Nationalsport.
Wie in vielen Bereichen der thailändischen Geschichte, kann auch die Entstehung des Muay Thai nicht mehr genau rekonstruiert werden, da fast alle Aufzeichnungen über die alte Kampfkunst bei der Zerstörung der Bibliothek Ayutthayas (...durch die Birmesen am 07. April 1767) vernichtet wurden.
Nicht belegten Quellen zufolge, soll das Thaiboxen bereits im Jahre 1560 von König Naresuan von Siam in burmesischer Kriegsgefangenschaft eingesetzt worden sein. Angeblich sagte man ihm die Freiheit zu, wenn er in einem Zweikampf den burmesischen Kampfchampion besiegen könne. Naresuan gewann den Kampf unter Einsatz der Muay Thai Techniken, und machte nach seiner Freilassung Thaiboxen zum Nationalsport.
Sicher ist heute zumindest, dass Muay Thai ein fester Bestandteil der "Kriegskunst" während der Sukhothai & Ayuthaya Periode war. Eine sehr detailierte und übersichtliche Aufstellung dieser Kampftechniken präsentiert die
Siamyuth Academy auf der Muay Thai Bund Deutschland e.V. Website.
Ab 1921 wurden offizielle Muay Thai-Kämpfe im Ring veranstaltet, Anfangs noch mit Handbandagen, die dann Ende der 20er Jahre gegen Boxhandschuhe getauscht wurden.
(Abbildung unten, copyright by tigermuaythai.)
Nach dem zweiten Weltkrieg gewann die Kampfsportart immer mehr an Bedeutung. Nach jahrelangen rechtlichen Streitereien wurde 1995 der World Muay Thai Council (WMTC) gegründet, eine Organisation, der inzwischen alle Muya Thai-Verbände unterstehen. Bereits im Mai 1984 wurde der Muay-Thai Bund Deutschland e.V. gegründet. Es ist der einzige Verband in Deutschland, der von der European Muay-Thai Association anerkannt wird.
Während Thaiboxen in Europa und den USA vor allem zur Selbstverteidigung oder aufgrund der sportlichen Herausforderung betrieben wird, so spielt in Thailand auch der Wetteinsatz eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ein Thaiboxabend in einem der Stadien von Bangkok besteht aus etwa einem Dutzend Kämpfen, die in schneller Folge hintereinander ablaufen. Dabei gerät vor allem das Thai-Publikum häufig in eine Begeisterung nahe der Ekstase, die sich von Kampf zu Kampf steigert.
In Thailand wird der Sport schon in frühester Kindheit mit voller Härte trainiert, was im Westen oft auf Unverständnis stößt. Eine Fotostrecke des "Stern" zeigt
mit genialen Bildern den Ausbildungsalltag im Phuwana Kickboxing Camp. Den völlig überflüssigen Titel "Kinder ohne Gnade" hätte man sich dagegen sicherlich sparen können.
Wettkampfregeln:
Erlaubte Techniken:
Nicht erlaubte Techniken:
Kampfkleidung:
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Video 1: Klasse Muay Thai-Fight zwischen Thailands Kickbox-Superstar Buakaw Por. Pramuk und dem Japaner Masato.
Video 2: Heftige Kollektion diverser Muay Thai "Knock Outs" aus verschiedenen Kämpfen — der ursprünglich unterlegte "Prodigy" soundtrack wurde leider nachträglich entfernt :-(
Video 3: Original Trailer zu dem Film "Ong Bak" – Thailands erstem Muay Thai-Kino-Export-Schlager.
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Das für westliche Geschmäcker recht exzentrisch anmutende Spiel mit dem kleinen Plastikball wurde in Thailand bereits im 15. Jahrhundert gespielt – allerdings zu der Zeit noch ohne Wettkampfcharakter (...der kam erst im 19. Jahrhundert dazu). Sepak Takraw bedeutet soviel wie "Tritt den Rattan", und bis Mitte der 1980er Jahre wurde das ganze auch noch mit einem geflochtenen Korb-Ball aus Rattan gespielt. Inzwischen wurde der Rattan-Ball von einem High-Tech Ball aus Kunststoffgeflecht ersetzt. Der Ball hat einen Durchmesser von ca. 15 cm und ein Gewicht von etwa 150 und 180 g.
(Abbildung oben mit freundlicher Genehmigung der Tourism Authority of Thailand.)
Man kann Sepak Takraw durchaus als eine mit den Füßen gespielte Volleyball-Variante (...die völlig eigenständigen Regeln unterliegt) bezeichnen.
Wichtig ist dabei folgendes:
1. Der Ball muss mit maximal drei Ballberührungen übers Netz in das gegnerische Feld gelangen.
2. Ausser beim Aufschlag dürfen weder Arme noch Hände benutzt werden.
Das hört sich nicht nur abenteuerlich an, sondern das ist es auch. Denn genau wie beim Muay Thai, wird der westliche Betrachter auch hier aufgrund der akrobatischen Einsätze der Sportler mehr als einmal ins Staunen geraten. Sprünge an der Grenze zum Fliegen, Fallrückzieher und Saltos lassen den Chinesischen Staatszirkus teilweise blass aussehen. Im Klartext: Der Körpereinsatz und die daraus resultierenden Kunststückchen machen einen großen Teil des Unterhaltungswertes eines Sepak Takraw Spieles aus.
Das Ur-Sepak Takraw wurde als reines Geschicklichkeitsspiel in einem Kreis zelebriert, und hat mit dem aktuellen Sepak Takraw – das als Mannschaftssport seit etwa 1920 gespielt wird – recht wenig Gemeinsamkeiten. Der Sport hat den Ruf, die schnellste Ballsportart der Welt zu sein (...angeblich erreicht der Ball Fluggeschwindigkeiten von über 100 km/h).
Jedes Team hat drei Spieler, die beim Beginn jedes Satzes auf festen Positionen stehen:
Ein Spieler steht im hinteren Spielfeld während zwei weitere links und rechts vor dem Netz stehen. Jedes Team muss versuchen (mit dem Fuß!!!) einen Schmetterball im gegnerischen Feld zu platzieren. Kommt der Arm oder die Hand ins Spiel, so gibt es Angabe oder Punktgewinn für das gegnerische Team.
Zwei Spielsätze bis 15 Punkte sind Standard. Bei Gleichstand erfolgt ein dritter Satz bis zu 6 Punkten.
Inzwischen erfreut sich Sepak-Takraw auch außerhalb Thailands großer Beliebtheit – allerdings ausschließlich in anderen südostasiatischen Ländern wie z. B. Singapur, Malaysia, den Philippinen und Vietnam. Die Sepak-Takraw Organisationen der genannten Länder sind seit Anfang der 1990er Jahre in einer gemeinsamen Vereinigung vertreten, die natürlich davon träumt, ihren Sport so bald wie möglich als olympische Disziplin etablieren zu können.
Europäische Teams würden in dieser Disziplin dann wohl recht alt aussehen...
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Umwerfend erfrischendes Video zum Seprak-Takraw Endspiel "Thailand vs. Malaysia" bei den Asian Games 2006.
Und weils so schön war, hier noch eine Zugabe – diesmal "Thailand vs. Philippines" bei den Sea Games 2007.
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Obwohl Fußball in Thailand bereits 1897 eingeführt wurde, und durchaus als beliebte Sportart gilt, führt speziell der thailändische Fußball im eigenen Land eher ein Schattendasein. Die Zuschauerzahlen in der thailändischen Premier League sind immer noch miserabel – was unter anderem folgende Gründe hat:
Zum einen haben wir da die Konkurrenz der englischen Premier League, deren weltweit erfolgreiche und beliebte Clubs mit ihren gigantischen Werbeetats und ihren charismatischen Superstars die Herzen der Fans (...vor allem der weiblichen!) im Sturm erobert haben. Clubs wie "Manchester United","Arsenal" oder "Chelsea" haben in Thailand eine Fangemeinde, von der andere europäische Clubs nur träumen können.
(Abbildung oben mit freundlicher Genehmigung von football-wallpapers.)
Zum anderen motivieren die Clubs der thailändischen Premier League nur in geringem Maße zur Bildung von Fangemeinden mit Identifikationscharakter, denn die meisten Vereine sind in der Hand von staatlichen oder privaten Institutionen aus Bangkok (FC Bangkok Bank, FC Royal Thai Army, FC Port Authority of Thailand, etc...). FC Chonburi ist eine der ganz wenigen Mannschaften, die eine Stadt bzw. Region repräsentieren.
Organisiert wird die thailändische Premier League von der Football Association of Thailand (FAT), die bereits 1916 von König Vajiravudh (Rama VI.) gegründet wurde. Daneben existiert noch eine Amateurliga, die sich Pro League nennt und von der Sports Authority of Thailand organisiert wird.
Die charismatische, englischsprachige Reportage von 2007 ist ein liebevolles Portrait über die thailändische Nationalmannschaft.
Hier noch einige relevante Daten zum thailändischen Fußball:
1925 trat der thailändische Fußballverband der FIFA bei.
1935 wurde das erste Fußballstadion in Thailand errichtet – das Suphachalasai Stadium in Bangkok.
1956 nahm die thailändische Fußballnationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Melbourne teil.
1972 war Thailand alleiniger Gastgeber der Fußball-Asienmeisterschaft, und erreichte dabei immerhin den dritten Platz.
2007 war Thailand gemeinsam mit Indonesien, Vietnam und Malaysia erneut Ausrichter der Fußball-Asienmeisterschaft, erreichte dieses mal aber keinen der vorderen Plätze.
Links zum Thema Fußball in Thailand:
Breitgefächerte Infos über den
thailändischen Fußball sind auf thaifootball.com enthalten.
Eine der informativsten Seiten über
Thailands Premier League ist bei Wikipedia zu finden.
Klasse Infos über die
thailändische Nationalmannschaft sind ebenfalls bei Wikipedia vorhanden.
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